Mit einem hart erkämpften 2:1 nach Rückstand gegen Dänemark in Bratislava hat Deutschland einen großen Schritt Richtung Viertelfinale der Euro 2025 gemacht. Nach einer frustrierenden ersten Hälfte, in der mehrere VAR-Entscheidungen zurückgenommen wurden, fand das Team seinen Rhythmus und lieferte, als es darauf ankam.
In der 26. Minute schlugen die Däninnen entgegen dem Spielverlauf zu. Amalie Vangsgaard nutzte einen freien Ball im Strafraum und schoss aus spitzem Winkel an Ann-Katrin Berger vorbei ins kurze Eck. Nur wenige Minuten später schien Klara Bühl für die DFB-Elf auszugleichen, doch der VAR nahm den Treffer zurück – Sjoeke Nüsken hatte den Ball zuvor minimal berührt, sodass Bühl im Abseits stand.
Und es kam noch bitterer: Ein zunächst gegebener Handelfmeter wurde nach VAR-Prüfung zurückgenommen, weil das Handspiel außerhalb des Strafraums stattfand.
Trotz der Rückschläge kam Deutschland mit neuer Energie aus der Kabine. In der 56. Minute sorgte Nüsken per Strafstoß für den erlösenden Ausgleich, nachdem der VAR ein Foul an Linda Dallmann bestätigt hatte. Zehn Minuten später folgte der Siegtreffer: Lea Schüller verwertete eine Vorlage von Jule Brand aus kurzer Distanz eiskalt.
Schüllers entscheidender Treffer
Der Moment wurde jedoch von einer Kontroverse überschattet: Kurz zuvor hatte sich Dänemarks Emma Snerle bei einem Zusammenprall schwer am Kopf verletzt, doch die Schiedsrichterin ließ weiterspielen. Dänemarks Coach Andrée Jeglertz übte anschließend heftige Kritik an dieser Entscheidung.
Dennoch war Schüllers Auftritt ein weiterer Beleg dafür, wie wichtig sie nach dem Rücktritt von Alexandra Popp für diese Mannschaft geworden ist. Auf dem Platz agiert sie zwar leise, aber ihr Timing und ihre Kaltschnäuzigkeit sprechen für sich.
GERMANY ON TOP! 🇩🇪
Schüller finds the back of the net for the lead 👏 pic.twitter.com/LFxPjySrbM
— FOX Soccer (@FOXSoccer) July 8, 2025
Jetzt richtet sich der Blick auf das Duell Schweden gegen Polen. Verliert Schweden nicht, steht Deutschland im Viertelfinale. Und wenn Schüller weiter so trifft, gibt es allen Grund zu glauben, dass diese Mannschaft im Turnier weit kommen kann.
